ÜBER UNS
Das Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin ist ein interdisziplinäres, gemeinsames Forschungszentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), des Universitätsklinikums Erlangen (UKER) und des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts (MPL). Die Forschung am MPZPM konzentriert sich auf die Untersuchung von Zellen im Kontext ihrer Mikroumgebung, des Raums, der eine Vielzahl von Zelltypen in einem Gewebe miteinander verbindet und umschließt.
Die Vision der Wissenschaftler*innen am MPZPM ist es, die physikalischen Phänomene zu kartieren und zu modellieren und sie mit bestimmten biologischen Funktionen zu verknüpfen. Diese Phänomene werden Anhaltspunkte dafür liefern, wie die Steifigkeit von Zellen mit der Ausbreitung von Krebsmetastasen korreliert, wie Immunzellen auf Störungen reagieren, welche Mikroumgebung für die Regeneration von geschädigtem neuronalen Gewebe benötigt wird oder wie ein Virus zu einer weit verbreiteten Infektion führt.
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt ist die Stelle einer*eines
Leiter*in Core Facility Zellkultur (w/m/d)
in Vollzeit zu besetzen. Die Stelle ist zunächst auf 2 Jahre befristet, mit der Option auf Entfristung. Die Vergütung erfolgt je nach Erfüllung der persönlichen Voraussetzung in den Entgeltgruppen E10 bis E12 TVöD.
In Ihrer Rolle sind Sie für den reibungslosen Betrieb der Zellkultur am MPZPM verantwortlich. Zu Ihren Aufgaben gehören das tägliche Management sowie die (technische) Weiterentwicklung der Zellkulturlabore, inklusive der Überwachung der experimentellen Anlagen sowie der Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Nutzer der Anlage. Des Weiteren sind Sie für die biologische Sicherheit im Zellkulturbereich verantwortlich und beraten Wissenschaftler bei ihren experimentellen Arbeiten und begleiten Antragsverfahren. Zusätzlich obliegt Ihnen der wirtschaftliche Betrieb der Zellkultur einschließlich Budgetkontrolle, Einkauf und der Einführung geeigneter Abrechnungsmodelle für die Nutzung der Anlage. Gesucht wird ein Organisationstalent, das das international ausgerichtete MPZPM optimal unterstützt.
Ihre Aufgaben umfassen:
Selbstständige Leitung und Organisation der Zellkultur
Entwerfen und managen eines geeigneten Buchungs- und Abrechnungssystems für die Nutzer
Dokumentation der Zelllinien und der durchgeführten Modifikationen nach gesetzlichen Vorschriften (Formblätter GA, GO, Z usw.)/Anlegen und Betreuung einer zentralen Datenbank
Anzeige einer gentechnischen Anlage (S1/S2) und Betreuung als Projektleiter
Anleitung und Beratung der Forschenden zur Kultivierung verschiedener Zell- und Gewebetypen (Beurteilung, Subkultivierung und Kryokonservierung)
Schulung der Forschenden in sterilen Arbeitstechniken und sonstigen zellkultur-relevanten Methoden
Mitarbeit bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Forschenden
Beratende Funktion bei experimentellen Arbeiten der Wissenschaftler und Begleitung von Antragsverfahren.
Sicherheitsunterweisung „Biosafety and Genetic Engineering“ für alle Nutzer der Zellkultur-Facility (momentan S1, später S2 angedacht)
Geräteeinweisungen, die für alle neuen Anwender verpflichtend ist
Hygienemanagement und -überwachung (Sicherstellen der Ordnung und Sauberkeit, Autoklavieren des Fest- und Flüssigabfalls etc.)
Regelmäßige Durchführung von Mycoplasmentests mittels PCR
Erstellen von Sicherheits- und Verfahrensanleitungen (SOPs)
Betreuung und Instandhaltung der Geräte inkl. Kommunikation mit den Herstellern/Technikern bei Reparaturen und Wartungen
Verwaltung der Lagerbestände, Kontakt mit Lieferanten
Budgetverwaltung und Einkauf im Bereich Zellkultur
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (MSc) vorzugsweise in Biologie, Biotechnologie oder ein vergleichbares Studium mit den Schwerpunkten auf Zell- und Molekularbiologie
Kenntnisse der betrieblichen Abläufe im Bereich Zellkultur
Praktische Erfahrung auf dem Gebiet der Molekularbiologie, Genetik, Zellbiologie und Biochemie: im Speziellen mit Genexpression und Genregulation, Wechselwirkung zwischen DNA und Proteinen, PCR, Klonierung, Mutagenese, rekombinanter Expression, Kultivierung von eukaryotischen immortalisierten Zelllinien und primären Zellen (adhärent und in Suspension), Transfektion und Transduktion, zellbasierten Assays
Kenntnisse von gängigen Datenbanken
Sachkunde als Projektleiter*in (m/w/d) nach § 28 Abs. 5 GenTSV erforderlich
Gute EDV-Kenntnisse (insbesondere Microsoft Office Word und Excel)
Ausgezeichneten Deutsch- und Englischkenntnisse
Selbstständige, zielorientierte Arbeitsweise sowie Freude an Teamarbeit
Kenntnisse in Zellbiologie sind Voraussetzung; zusätzliche Kenntnisse in Molekularbiologie und Genetik sind wünschenswert
Sie erwartet eine interessante, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem internationalen und interdisziplinären Umfeld, in dem Sie Ihre Ideen und Ihr persönliches Engagement wirkungsvoll einbringen können. Sie arbeiten in der biophysikalisch/-medizinisch führenden Forschung. Wir bieten regelmäßigen Fachaustausch und zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten.
Die Stelle wird entsprechend der Qualifikation und Erfahrung gemäß dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD Bund) vergütet. Zusätzlich bieten wir eine betriebliche Altersvorsorge über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) an. Sie werden Teil eines offenen Teams in einem internationalen Umfeld sein und eine sehr gute Arbeitsatmosphäre vorfinden. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Unser Institut legt großen Wert auf betriebliches Gesundheitsmanagement und führt regelmäßige Maßnahmen durch. Wir sind offen für Veränderungen und Ideen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist uns sehr wichtig, daher unterstützen wir Sie gerne bei der Suche nach geeigneten Kinderbetreuungseinrichtungen.
Die Max-Planck-Gesellschaft strebt danach, mehr Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, und ermutigt daher ausdrücklich Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen. Wir setzen uns für Geschlechter- und Vielfaltsgerechtigkeit ein und begrüßen Bewerbungen unabhängig von Hintergrund und Identität.